Tarnmuster?
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Tarnmuster?

Der Wunsch unsichbar zu sein ist so alt wie die Menschheit.

Ob nun die Tarnkappe in den Nibelungen oder das goldene Flies in den griechischen Sagen, es wurde schon immer als sehr praktisch empfunden nicht sofort oder sogar garnicht gesehen zu werden.


Schon im 16. Jahrhundert setzen Wildhüter "Tarnkleidung " ein um nicht entdeckt zu werden, zum einen um vom Wild nicht wahrgenommen zu werden und zum anderen um Wilderern aufzulauern

Hierzu stellten sich die Ghillies Tarnkleidung aus Blättern, Stofffetzen u.ä. her, um nicht entdeckt zu werden.

Noch heute findet der Ghillie bei der Jagd, bei der Naturfotografie oder beim Militär Anwendung.

Den grössten Tarnmuster-Vergleichstest im WWW finden sie unter www.camotest.de

Mittlerweile mit über 70 verschiedenen Mustern!


Hier das neuste Tarnmuster der US. Army (ACU AT) neben einer der ältesten Tarnkleidung, dem Ghilliesuit. Hier muss man leider feststellen das neu nicht immer gut ist!
Hier das (nachgestellte) Foto eines Soldaten der Waffen-XX mit einer Schlupfjacke in Eichenlaub-Tarnmuster.

Das Militär endeckte im 1. Weltkrieg die wichtigkeit von "unauffälliger"Kleidung.

Schnell stellte man fest das die Soldaten in ihren telweise sehr bunten  Uniformen ein hervorragendes Ziel für feindliche Scharfschützen abgaben.

Durch die sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts sich rasant schnell ändernde Art der Kriegsführung wurde es erforderlich dem Soldaten eine Kleidung zur Verfügung zu stellen die ihn  nicht so leicht wahrnehmbar machte.

Denn wer nicht gesehen wird, wird auch nicht so schnell erschossen!

Anfang des  2. Weltkrieg war die deutsche Wehrmacht die erste Armee die truppendeckend mit  "Tarnbekleidung" ausgerüstet wurde. Naja wenigstens sowas wie Tarnbekleidung. Die deutschen Soldaten hatten die 3-Ecksplane Buntfarbdruck 31 in ihrer Ausrüstung. dies war eine beidseitig mit Tarnmuster bedruckte Mehrzweckplane in 3-eckiger Form mit einem Schlitz in der Mitte so das sie auch als Poncho getragen werden konnte. Nachdem sich die Soldaten aus diesem Planen in Eigenarbeit (Frontfertigung) Tarnjacken und Helmbezüge aus dem Planen genäht hatten wurden 1942 (wenn auch nicht flächendeckend) Tarnschlupfjacken eingeführt.

Die Waffen-XX rüstete ab 1942 ihre Soldaten mit Schlupfjacken und Helmbezügen in neuentwickelten Tarnmustern aus die heute unter den Namen Eichenlaubtarn, Platanentarn, Erbsentarn und Palmentarn bekannt sind.

Dies waren Tarnmuster die sich hinter den heutigen Mustern moderner Machart was sie Tarnwirkung angeht nicht zu verstecken brauchten.

Ab 1943 wurden dann auch Hosen in den Tarndrucken eingeführt, die klassiche All-Over-Print Kleidung wie wir sie heute kennen war geboren.

Thorsten  | hallo@jellybones.de