Das Militär endeckte im 1. Weltkrieg die wichtigkeit von "unauffälliger"Kleidung.
Schnell stellte man fest das die Soldaten in ihren telweise sehr bunten Uniformen ein hervorragendes Ziel für feindliche Scharfschützen abgaben.
Durch die sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts sich rasant schnell ändernde Art der Kriegsführung wurde es erforderlich dem Soldaten eine Kleidung zur Verfügung zu stellen die ihn nicht so leicht wahrnehmbar machte.
Denn wer nicht gesehen wird, wird auch nicht so schnell erschossen!
Anfang des 2. Weltkrieg war die deutsche Wehrmacht die erste Armee die truppendeckend mit "Tarnbekleidung" ausgerüstet wurde. Naja wenigstens sowas wie Tarnbekleidung. Die deutschen Soldaten hatten die 3-Ecksplane Buntfarbdruck 31 in ihrer Ausrüstung. dies war eine beidseitig mit Tarnmuster bedruckte Mehrzweckplane in 3-eckiger Form mit einem Schlitz in der Mitte so das sie auch als Poncho getragen werden konnte. Nachdem sich die Soldaten aus diesem Planen in Eigenarbeit (Frontfertigung) Tarnjacken und Helmbezüge aus dem Planen genäht hatten wurden 1942 (wenn auch nicht flächendeckend) Tarnschlupfjacken eingeführt.
Die Waffen-XX rüstete ab 1942 ihre Soldaten mit Schlupfjacken und Helmbezügen in neuentwickelten Tarnmustern aus die heute unter den Namen Eichenlaubtarn, Platanentarn, Erbsentarn und Palmentarn bekannt sind.
Dies waren Tarnmuster die sich hinter den heutigen Mustern moderner Machart was sie Tarnwirkung angeht nicht zu verstecken brauchten.
Ab 1943 wurden dann auch Hosen in den Tarndrucken eingeführt, die klassiche All-Over-Print Kleidung wie wir sie heute kennen war geboren.